Kunstoff

Eine Befestigung am Boden ist nicht notwendig. Die Maschine besitzt eine stabile und für ihre Beschleunigungen großzügig dimensionierte Konstruktion, die eine hohe Standfestigkeit und Schwingungsfreiheit garantiert.

Die Maschine ist mit zwei Absaugstellen ausgelegt: die eine ist mit dem Arbeitstisch verbunden und die andere befindet sich im Innern der Schutzkabine. Auf diese Weise können Rauch und Gase, die bei der Laserbearbeitung entstehen, wirksam abgeleitet werden. Die empfohlene Gesamtabsaugleistung beträgt ca. 3000-4000 m³/h.

Die Wahl der Filteranlage richtet sich nach den bearbeiteten Materialien und den geltenden Normvorschriften im Anwenderland. Bei der Bearbeitung von Acryl (PMMA) werden üblicherweise Aktivkohlefilter eingesetzt. Um Wartungskosten zu sparen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen örtlichen Hersteller zu wenden.

Generell können bei der Laserbearbeitung gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, die ausgefiltert werden müssen, bevor die Luft wieder in den Raum zurückgeleitet wird. Die Emissionsprodukte sind vom bearbeiteten Material und die Schadstoffkonzentrationen vom Arbeitsumfang abhängig.

An unserer Maschine PLUS CP werden an der X-, W- und Y-Achse hochdynamische Linearmotoren in Gantry-Bauweise und an der Z-Achse ein bürstenloser Spindelmotor eingesetzt. An der X-, W- und Y-Achse erfolgt die Rückführung von Positionssignalen durch hochauflösende induktive Wegaufnehmer mit Absolutwertgeber. Auch an der Z-Achse erfolgt die Rückführung von Positionssignalen durch Absolutwertgeber. Beim Maschinenstart ist keine Nullpunktsuche der Achsen (Home-Position) erforderlich, und die Bearbeitung kann sofort beginnen. Das ist einer der Vorteile von Absolutwertgebern.

Je nach Regulierung der Maschinenfüße befindet sich der Arbeitstisch 900-950 mm über dem Boden.

Eine der Stärken der Maschine liegt darin, dass der Laser direkt auf der Konstruktion des Verfahrportals (Gantry-Bauweise) montiert ist. Dadurch wird eine kompakte Strahlführung mit wenigen Umlenkspiegeln und nur einem beweglichen Spiegel ermöglicht. Die Änderung der Länge der Strahlführung ist daher minimal. Die Strahlführung ist durch Rohre umschlossen, wobei Faltenbälge verbaut sind, so dass während des Verfahrens keine Außenluft angesaugt werden kann. Das Ganze wird durch gefilterte und getrocknete Druckluft mit Druck beaufschlagt, um äußerst konstante Dauerleistungen und Wartungsfreiheit zu gewährleisten.

PLUS CP:
Plus 2515 (effektive Maße 2550 x 1550 mm)
Plus 3020 (effektive Maße 3080 x 2050 mm)
LTS:
LTS 1513 (effektive Maße 1550 x 1250 mm)
LTS 2413 (effektive Maße 2450 x 1250 mm)
LTS 2015 (effektive Maße 2050 x 1550 mm)
LTS 3020 (effektive Maße 3050 x 2030 mm)

Für das Laserschneiden sind lackierte oder bedruckte Platten kein Problem. Die Maschine kann mit einer Kamera ausgerüstet werden, um die Schnittbahn mittels Erkennung der Passermarken am Umriss der Druckgrafik auszurichten.

PA und POM können bearbeitet werden. Jedoch sind die jeweiligen Merkmale anzugeben, da sie in vielen Varianten hergestellt werden. Theoretisch stellen Dicken von 20 mm kein Problem dar, aber die erzielbaren Schnittresultate müssen überprüft werden.                                                  
Bei PMMA können die bearbeitbaren Dicken weit mehr als 20 mm betragen.

Durch unser exklusives Funkenreduktionssystem wird eine Flammenbildung vermieden, indem die Gaskonzentration unter der Platte so weit reduziert wird, dass keine Entzündung etwaiger Funken mehr möglich ist. Dies erfolgt durch Blasstangen, die durch die CNC in Übereinstimmung mit der Position des Schneidkopfes gesteuert werden.

Für den Arbeitstisch wird keine Wabenauflage verwendet, denn sie würde aufgrund der eingesetzten Leistungen rasch verschleißen. Dagegen werden linsenförmig geformte Stäbe aus eloxiertem Aluminium eingesetzt. Die Stäbe sind einzeln auswechselbar und keinem schnellen Verschleiß unterworfen. Außerdem verringert diese Lösung die Kontaktstellen zwischen Arbeitsfläche und Material.

Die Maschine ermöglicht die Definition und Steuerung vieler Nullpunkte, wie z. B. aktuelle Schneidkopfposition, Nullpunkt der Arbeitsfläche oder Position einer Befestigungsvorrichtung. Diese Nullpunkte sind wahlweise vom Anwender über die Steuerungssoftware oder die verwendete CAD CAM-Software aktivierbar. Bei auszuschneidenden Druckgrafiken wird die automatische Positionierung und Ausrichtung durch den Einsatz einer Kamera und von aufgedruckten Passermarken ermöglicht.

Die Z-Position des Schneidkopfs wird von der numerischen Steuerung gesteuert und gehört zu den einstellbaren Parametern der Datenbasis der Schneidtechnologien. Dank der integrierten Steuerung der Z-Position sind Materialdicke und Fokussierung ohne Eingreifen von Hand steuerbar.

Die Steuerungssoftware ist mehrsprachig, und Deutsch ist eine der implementierten Sprachoptionen. (Italienisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Chinesisch, Brasilianisch, Spanisch...)

Die Smart Manager Software ermöglicht die Steuerung der Maschine, die Anzeige des Maschinenzustands und der Alarme. Es ist möglich, Teile-Programme zu laden, eine Schneidtechnologie zuzuordnen, die Bearbeitungsdauer zu kalkulieren und die Bearbeitungen zu starten. Außerdem ist es möglich, die technologischen Schneidparameter zu definieren, eine Datenbasis der Materialien zu erstellen und zu verwalten und die diesbezüglichen Bearbeitungsparameter zu definieren. Bei Unterbrechung der Bearbeitung wegen Stromausfall, Not-Halt und/oder Alarmzustand kann die Bearbeitung an exakt der gleichen Stelle wiederaufgenommen werden, an der sie unterbrochen worden ist. Sie kann auch an einer vorherigen Stelle wiederaufgenommen oder mit dem nächsten Abschnitt der Schnittbahn fortgesetzt werden. Es ist möglich, Bearbeitungen zusammenzuführen (merge) und einen Abarbeitungsplan mit Palettenwechsel zwischen den einzelnen Bearbeitungen zu programmieren.

Die Betriebssoftware Smart Manager der Maschine importiert Dateien in einem speziellen Format (.NC, .RNC) Diese Dateien können von verschiedenen CAD CAM Systemen generiert werden, die mit einem geeigneten Postprozessor ausgestattet sind. Ein CAD CAM System, das Dateien mit den Erweiterungen DXF, DWG, EPS, JPG, BMP, PLT, PDF und PNG importieren kann, ist zusammen mit der Anlage lieferbar. Auf Wunsch wird auch die Software Smart Composer für eine einfachere Bereitstellung der Dateien zur Abarbeitung auf dem Arbeitsbereich der Maschine geliefert. Diese Software ermöglicht es, Dateien mit den vorstehend genannten Erweiterungen zu importieren und die zuvor mit Erweiterung .NC e .RNC generierten Dateien zu lesen und eventuell zu ändern. Die Software umfasst eine Anwendung für die Fertigung von Backlight-Systemen und Lichtleiterplatten (Backlight Panel - LGP). Das Dateiformat JOP ist proprietär und wird gegenwärtig nicht gestützt. Wenn Informationen über das Format vorliegen, könnte es gestützt werden.

Die Smart Manager Software ist für die Steuerung der Maschine und Verwaltung der Datenbasis der Schneidtechnologien bestimmt und hat eine ausführende Funktion. Geringe Änderungen des Maßstabs oder der Drehung sind über den Smart Manager möglich, während zur Erstellung und Änderung von Zeichnungen ein CAD CAM-Programm verwendet wird. Mit dem Smart Composer, einem Online-Programm auf der Maschine, das sich direkt mit der numerischen Steuerung verbindet, können neue Vektorgrafiken und Rasterbilder gezeichnet, bereits ausgeführte Bearbeitungen geladen, geändert und gegebenenfalls eine Matrix und/oder ein Nesting davon erstellt werden.

Gegenwärtig ist eine Interaktion mit der Eurosystem-Software nur auf Basis von kompatiblen CAD-Dateien (beispielsweise DXF) möglich. Wir können Eurosystem ohne weiteres die erforderlichen Spezifikationen liefern, die zur Herstellung eines Postprozessors für unsere Maschinen erforderlich sind.

Entsprechend den europäischen Normvorschriften muss bei allen hochleistungsfähigen Lasereinrichtungen (die eine Laserquelle der Klasse 4 enthalten) ein Laserschutzbeauftragter bestellt werden. Dies gilt auch dann, wenn die Maschine - wie bei unserer PLUS - aufgrund der implementierten Schutzeinrichtungen als Einrichtung der Klasse 1 eingestuft wird.

Alle beweglichen Teile der Kabine sind mit Verriegelungsschaltern ausgestattet. Wenn die Maschine bei geöffneter Kabine betrieben wird, gilt sie als Lasereinrichtung der Klasse 4 und es besteht die Gefahr von Personenschäden im Zusammenhang mit der Bewegung des Verfahrportals.

Die Kabine des Arbeitsbereichs kann fast vollständig geöffnet werden. Bei geöffneter Kabine ist ein Bereich des Schneidetisches von mehr als 2900 mm zugänglich.

Die Smart Manager Software umfasst eine Datenbasis mit den Parametern, die für verschiedene Materialtypen zu verwenden sind. Die Datenbasis ist im .XML-Format, daher kann sie exportiert und importiert werden.

Es ist ein sofortiger telefonischer Kontakt oder Fern-Kundendienst möglich, um die Art der Störung festzustellen (Telefonanruf und Ferndiagnose sind KOSTENLOS). Ein rascher Kundendienst vor Ort erfolgt bei Störungen, bei denen die entsprechenden Komponenten von unseren Kundendiensttechnikern mitgeführt werden können und nicht zugesendet werden müssen.

Aufgrund der hohen Zuverlässigkeit der Maschine und ihrer Komponenten sind keine Intervalle für die planmäßige Wartung durch den Kundendienst vorgeschrieben. Es wird eine jährliche Kontrolle empfohlen.